Nachvollziehbarkeit in der Entwicklung

Dem Thema Nachvollziehbarkeit oder "Traceability" wird viel Aufmerksamkeit geschenkt ... und doch sind die Lösungs­ansätze sehr unterschiedlich. Lassen Sie uns an einem konkreten Beispiel aus der Entwicklung von Software oder von mechatronischen Geräten zeigen, was wir darunter verstehen.

Worum geht es?

Sowohl bei der Detaillierung im Entwicklungsprozess, als auch bei der Integration und Verifikation dienen Verweise auf frühere Entwicklungsergebnisse der Nachvollziehbarkeit und gezielten Verbesserung.
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  • Arbeitsergebnisse und Entscheidungen für Folgeschritte verfügbar machen
  • Verweise zwischen Arbeitsergebnissen in beiden Richtungen aufbauen:
    • Auf welchen Anforderungen und Entschei­dun­gen beruht eine Lösung?
    • Wo muss man nacharbeiten, wenn sich eine Anforde­rung ändert?
  • Abhängigkeiten sicht- und testbar machen
  • Voraussetzung für gezielte Verbesserung schaffen - gleichermaßen bei agilem oder klassischem Vorgehen

Indem Entwicklungsergebnisse jederzeit aktuell im Zugriff stehen, wird zugleich die Zusammenarbeit der Interessen­vertreter gefördert:

  • Anforderungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer abstimmen und genehmigen - auch bei verteilten Standorten
  • Beiträge und Entscheidungen dokumentieren
  • Änderungshistorie nachvollziehen
  • Arbeitsergebnisse direkt weiter verwenden

Weitere Gesichtspunkte und Ziele:

  • Interaktiv zusammenarbeiten ohne Installation zusätzlicher Programme beim Anwender → Web-Technik einsetzen
  • Standard-Datenformate und Standard-Software einsetzen → Einschränkungen und Abhängigkeiten reduzieren
  • Keine Dateien mit vertraulichen Inhalten versenden → gezielten Zugriff erteilen

Software-Engineering Gesamtkonzept

Ein durchgängiges Software-Engineering Konzept von den Anforderungen bis zum Installationspaket. Die Arbeitsergebnisse sind untereinander durch Web-Technik verlinkt.
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  • Auf dem Weg vom Lastenheft zum Systemdesign werden die verschiedenen Sichten 'Systemauf­bau', 'Bedienabläufe' und 'Anforderungen' gemäß FMC-Methode in Zusammen­hang gebracht. Dabei gelingt es Widerspruchs­freiheit, Vollständigkeit und Realisierbarkeit zu prüfen und zu verbessern.
  • Beim Software-Design auf der nächsten Ebene werden die inneren Strukturen entworfen, also die Komponenten zugeschnitten, die Schnittstellen und Protokolle definiert, so dass klare Verant­wortungen für die Realisierung (= Codierung) übertragen werden können.
  • Für vorhandende Code-Module werden per Reverse-Engineering Komponenten-Modelle gewonnen und in das Software-Design integriert. Neue Code-Module werden entsprechend des Software-Designs erstellt.
  • Ein automatischer Build-Prozess mit Ausführung von Regressions­tests erzeugt hoch­qualitative  Installa­tions­pakete der Software. Parallel wird Entwicklungs­dokumentation und Release-Notes mit allen Erweite­rungen und Korrek­turen erzeugt.
  • Aus der Beschreibung von Arbeitspaketen und aus dem Code selbst wird mittels Web-Links direkt auf relevante Diagramme und Anforderungen verwiesen; ein Duplizieren entfällt.
  • Das Projektteam und andere Interessierte erhalten Zugang über ein inhaltliches und methodisches Glossar mit weiter führenden Verweisen auf die Projektergebnisse.

Infrastruktur

In Anforderungsmanagement- und Modellierungs-Tools erzeugte Arbeitsergebnisse können durch den ReqIF Server in der Rolle eines Information Desks verfügbar gemacht werden.
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Um Nachvollziehbarkeit im Entwicklungsprozess zu erreichen, sind wichtige Arbeitsergebnisse früherer Entwicklungs­schritte direkt zu referenzieren. Bei­spiels­weise sollen Arbeitspakete auf aktuelle Ge­schäfts­prozess-Modelle und Architektur-Diagram­me verweisen, oder Testfälle auf verab­schiedete Anfor­derungen.

Die meisten Ticket-Manager oder Web-Content-Management-Systeme bieten direkten Zugriff auf ihre Inhalte, bei vielen Modellierungswerkzeugen ist das jedoch nicht der Fall. Hier können die Arbeits­ergeb­nisse regelmäßig in eine Auskunftsstelle ("Infor­ma­tion Desk") überführt und im Web publiziert werden.

Als Information Desk im Web eignet sich der von eXXcellent solutions und enso managers angebotene ReqIF Server - er basiert auf dem internationalen RIF/ReqIF Stan­dard zum Austausch von Anforderungs- und Spezi­fika­tions­daten. Nähere Infor­mationen zu diesem Anwendungs­fall finden Sie hier.

Wichtige Nutzen­argumente sind

  • langzeit-stabiler Web-Link ("Permalink"),
  • Versionierung, sowie
  • feingranulare Zugriffs­kontrolle

für jedes einzelne Element einer Spezifikation, u.a. jede Anforderung.

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